Zeit gewinnen

Time ist soviel mehr als nur Money

Zeit gewinnen, aber wie?

Um Zeit zu gewinnen, möchte ich Sie dazu einladen, das Thema Zeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

  1. Was ist Zeit?
  2. Wie füllen wir diese Zeit aus?
  3. Was hat Zeit mit Kommunikation zu tun und wie bekomme ich mehr Zeit?

1. Was ist Zeit?

Zeit ist vermutlich relativ. Sie ist eine physikalische Größe, die mit der Einheit (t) benannt wird.

Ich denke, dass dies zum wissenschaftlichen Ansatz völlig ausreicht, da Sie diesen Text sicherlich nicht lesen, weil Sie eine Studienarbeit über Zeit verfassen wollen.

Sie wollen vermutlich etwas verändern, weil Sie keine oder zu wenig Zeit haben. 

Bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich an manchen Stellen etwas direkter schreibe. Extreme Beispiele machen die Wirkung stärker sichtbar.

So stelle ich die These auf, dass Sie immer Zeit haben, solange Sie leben. Vermutlich begleitet Sie manchmal das Gefühl, dass Sie zu wenig Zeit haben und dass Ihnen dieser Gedanke nicht nur am Ende Ihres Lebens in den Sinn kommen wird. Das ist gut nachvollziehbar. 

Wenn man Menschen kurz vor Ihrem ableben fragt, was sie am meisten bereuen, ist es die Tatsache, dass es die Dinge sind, die sie nicht getan haben.

Das erhöht den (Zeit)Druck derjenigen, die sich das zu Herzen nehmen. Sie wollen dem entgegenwirken und die Dinge erledigen, bevor es zu spät ist. Man lebt schließlich nur einmal. 

Wie gesagt, dass ist zunächst nur eine These, die es zu beweisen gilt. 

Fakt ist jedoch, dass das Angebot für Arbeit, Freizeit, Miteinander, etc.  so groß ist, dass man durchaus mehr als 24 Stunden an einem Tag damit füllen könnte. 

Fakt ist weiterhin, dass das Angebot so attraktiv ist, dass wir uns schlecht fühlen, wenn wir auf etwas verzichten oder aus Zeitmangel nicht dabei sein können oder dürfen.

Die Informationsflut von Angeboten, die jeden Tag auf uns einströmt, sei es über das Internet, die Nachrichten, die Werbung oder einfach nur das was andere uns mitteilen, macht die Entscheidung, was uns wichtig sein sollte, nicht einfacher.

Was passiert aber wirklich mit uns, bzw. wie gehen wir als Menschen mit der Situation um?

Wir haben einen Plan!

Wir haben gelernt, mit Kalendern unsere Zeit exakt zu planen. Jede Minute ist eingeteilt und die „Angebote“, bzw. die zu erledigenden Aufgaben sind eingetragen. Ein gut gefüllter Kalender lässt in unserer Gesellschaft darauf schließen, dass man als Mensch bedeutend ist. 

Da wir gerade in den wirtschaftlich besser gestellten Ländern die „Erledigungsweltmeister“ sind und das Gefühl des „haben/erreichen wollen“ sehr stark in uns verankert ist, wollen wir das auch leben und Umsetzer sein. Wir wollen ausgebucht sein. Aber irgendwie wollen wir das in einem anderen Kontext auch wieder nicht. Wir wollen auch Zeit haben. Wir wollen frei sein. 

Jemand der sich Zeit für das nehmen kann was er will, wirkt schließlich freier als wir uns meistens fühlen. Außerdem wirkt so ein Mensch ebenfalls bedeutend. Und bedeutend wollen wir auch alle sein. Dazu empfehle ich Ihnen das folgende Buch, bei dem  das bedeutend sein sehr schön beschrieben wird. 

(BUCHTIP- Wie man Freunde gewinnt – die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden –  von Dale Carnegie)

Was macht diese freien Menschen denn nun so frei? Meistens beobachtet man bei diesem scheinbar nahezu beschwerdefreiem Leben dieser Menschen, eine gewisse finanzielle Sicherheit oder sogar finanzielle Freiheit. 

Buchtip

Wie man Freunde gewinnt

Dale Carnegie

Wei man Freunde gewinnt_Dale Carnegie

2. Wie füllen wir unsere Zeit aus

Bei den meisten ist es die Arbeit, die uns der gewünschten finanziellen Situation näher bringen soll und sehr stark in unser Leben integriert ist. Da heißt es Prioritäten setzen. 

So steht die Frage im Raum, wie füllen wir unsere Lebenszeit rund um die Arbeit aus? Welche Rollen wollen wir einnehmen, im Spiel des Lebens?

Vermutlich gibt die Bedürfnispyramide nach Maslow einen Teilaufschluss über diese Frage wie wir die Prioritäten rund um die Arbeit setzen.

Hier zur kurzen Erläuterung:

Die Bedürfnispyramide nach Maslow

Pyramide mit Bedürfnissen

PHYSIOLOGICAL

  • Sauerstoff
  • Wasser
  • Nahrung
  • Homöostase (Schutz vor Witterung, Behausung)
  • Vermehrung / Erhaltung der Art
  • Schlaf
  • Ausscheidung

 

Bei den physiologischen Bedürfnissen wird das reine Überleben angesprochen.

So fühlen wir uns beispielsweise in einer Firma wohler, wenn es einen Ort gibt, an dem wir „Nahrungssicherheit“ haben. Küche, Kantine oder einfach einen Automaten.

  • Schutz 
  • Stabilität 
  • Ordnung
  •  

Beispielsweise bei:

Körper, Gesundheit,Familie,  Ressourcen, Eigentum Anstellung 

 

 

Maslow unterteilt diese drei Bereiche zusätzlich in körperliche, seelische, finanzielle und soziale Sicherheit.

So fühlen wir uns in Anwesenheit „starker“ Menschen, die uns beschützen können, wohler und Bekanntes ist uns lieber als das, was uns ungewiss erscheint. Damit wird alles Erklärbare als sicher eingestuft.

In einer Firma könnten dies Schutzkleidung bzw. Tüv geprüfte Arbeitsplätze und SOP´s (Standard Operating Procedure) sein.

Außerdem zählt eine Entlohnung, mit der ein Mensch sein Leben finanzieren kann, ebenfalls dazu.

  • Freundschaft
  • Familie
  • Kommunikation
  • Gemeinschaft
  • sozialer Austausch
  • sexuelle Intimität /Nähe
  •  

die Beibehaltung der sozialen Rolle innerhalb der Gemeinschaft

der sichere Platz in einer sozialen Gruppe

 

 

In dieser Stufe wird deutlich gemacht, wie wichtig uns das „dabei sein“ und das „dazugehören“ ist. Wir streben nach Gemeinschaft und wollen dort bedeutend sein und akzeptiert werden. Wir streben danach, gemeinsam etwas zu erreichen.

Bei Vichast sprechen wir hier von den „Missionaren“

 

Wenn sich beispielsweise eine oder mehrere soziale Bindungen lösen, dann versuchen wir diese an anderer Stelle zu ersetzen. Sonst wären wir vermutlich alle nach der ersten gescheiterten Beziehung für immer Single….

 

Am Arbeitsplatz bedeutet das, ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise eine Kultur, die Fehler erlaubt und Ideen der Mitarbeiter klug hinterfragt.

Es kann auch darum gehen die Gemeinschaft der Kollegen um die Angehörigen zu erweitern. Beispielsweise bei Events. Zudem könnte dies der Außenwirkung für ein Unternehmen guttun.

  • Selbstachtung
  • Macht
  • Leistung
  • Anerkennung
  • Wertschätzung
  • Vertrauen
  • Status

Nach diesen Bedürfnissen suchen wir erst, wenn die ersten drei erfüllt sind. Diese Individualbedürfnisse sind jedoch, wie das Wort schon sagt, sehr individuell. Sie sind Typ und Kontext abhängig.

 

In Firmen wird dieser gerne bedient. Finanzielle Anreize, Lob, Anerkennung und Beförderungen. 

Dies dient dem kurzfristigen Erfolg und birgt die Gefahr, dass die Gemeinschaft in viele Individuen geteilt wird und damit der Blick auf das Große und Ganze verloren geht.

Bei Vichast sprechen wir dabei von den „Söldnern“

  • Verantwortungsübernahme 
  • Moral
  • Eigene Fähigkeiten,
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Mangel an Vorurteilen
  • Akzeptanz von Tatsachen
  • Kreativität
  • Spontanität
  • dem eigenen Leben einen Sinn geben
 

Das ist die höchste Stufe der Pyramide und man müsste nach Maslow alle anderen vorher durchlaufen.

 

Am Arbeitsplatz könnte man dies durch verantwortungsvolle und sinnerfüllte Aufgaben, die zum Großen und Ganzen beitragen, lösen.

So würden aus „Söldnern“ wieder „Missionare“

 

Die Gemeinschaft würde, wenn das Potential jedes einzelnen gesehen und ausgeschöpft wird, als Ganzes davon profitieren.

 

Die Pyramide ist so aufgebaut, dass die verschiedenen Entwicklungsstufen skaliert werden. Bei den ersten 4 Stufen handelt es sich um die Defizitbedürfnisse und  die letzten beiden stellen das persönliche Wachstum dar. Wir von Vichast möchten keinerlei Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit einnehmen. Die Pyramide dient lediglich zum bildhaften Vergleich. 

Vermutlich könnte man heute noch kostenloses und funktionierendes WLAN und die Selbstbestimmtheit unterbringen. 

Die Bedürfnispyramide zeigt eine stufenweise Struktur unserer Motive in unterschiedlich ausgeprägten Entwicklungsstadien. Diese Bedürfnisse sind sehr stark mit unseren Werten verknüpft, welche wir im Laufe eines Lebens entwickeln.  Werte, die unsere Persönlichkeit prägen. Das Thema Werte, werde ich in einem späteren Blog-Beitrag noch einmal separat behandeln. Daher nur ein Beispiel zur Anschauung.

Wenn man die Menschen fragt, was ihre Werte sind, dann behaupten die meisten, dass Gesundheit ziemlich weit oben auf der Liste ist. Gefolgt von Familie, Ehrlichkeit, etc….

Wenn man zum Beispiel beim Wert Gesundheit genauer nachhakt, wird schnell sichtbar, dass die Zeit für Sport, gesundes Kochen usw. fehlt. Zudem hilft die Zigarette beim Stressabbau und das Gläschen Wein am Abend gibt die nötige Bettschwere, für den erholsamen Schlaf. Schließlich gilt es morgen wieder fit zu sein. Weil fürs krank und müde sein, haben wir erst recht keine Zeit.

Buchtip

Die 1% Methode

James Clear

Die 1% Methode

Die Ergebnisse der Gespräche aus Alltag, Führung & Verkauf möchte ich auf diesen Seiten mit allen Menschen teilen, die sich genau wie ich für Menschen interessieren und miteinander klarkommen wollen. Sie werden nützliche Tipps, funktionierende Systeme und Ideen für das „Miteinander reden“ finden. Und weil wir uns wünschen, das die Kommunikation niemals enden soll, werden auch diese Seiten keinen Anfang und kein Ende haben. Damit begrüße ich Sie auf der wohl ersten Plattform und Community, die keine Home-Seite hat und lade Sie ein, ein Teil von Vichast zu werden. Was Sie dafür tun müssen? Ganz einfach. Kommunizieren Sie mit…

Bei Vichast ist das Miteinander (klarkommen) eines der zentralsten Themen. Es geht um die Art wie wir heute miteinander umgehen und um die Weise wie wir morgen zusammenleben und arbeiten wollen. Die Zeiten ändern sich und somit auch die Kommunikationsmöglichkeiten. Darum werden wir alle immer wieder Orientierung brauchen, die uns dabei hilft, die älteren Generationen bei uns zu halten und der Jüngern folgen zu können. Kommunikation wird so zum unsichtbaren Band des Friedens und des Erfolgs.

3.Was hat Zeit mit Kommunikation zu tun und wie bekomme ich mehr Zeit

Dazu möchte ich Sie auf eine Diskussion mit sich selbst einladen. Einige behaupten, dass sie nur im Selbstgespräch einen kompetenten Ansprechpartner finden. (Kleiner Scherz am Rande)

Wie ich bereits im letzten Abschnitt beschrieben habe, sollten Sie nun, bevor Sie Ihre Zeit verplanen mit sich klären, wer Sie sein möchten. Welche Identität bzw. Rolle möchten Sie einnehmen und welche Gewohnheiten darauf einzahlen.

Wenn Sie es wollen, wird dies nüchtern betrachtet, ein einfacher Soll/Ist -Vergleich.

Womit verbringen Sie ihre Zeit. / Womit würden Sie sie gerne verbringen.

So würden Sie beispielsweise gerne am Abend mit Ihrer Familie zu Abend essen und das Familienleben, dass Sie sich gewünscht haben, leben.

Leider ist ihnen heute das Meeting dazwischengekommen. Der Chef setzt große Stücke auf Sie und Sie sollten anwesend sein. Ganz besonders, weil da noch andere sind, die es es nicht abwarten können, Sie zu überholen und auch in der Lage wären, es richten zu können. Damit würden Sie vielleicht  ins Abseits geraten und alle ihre bisherigen Bemühungen wären umsonst. Und außerdem, wer soll dann das Abendessen für die Familie bezahlen.

Also geht es in den Meeting-Kampf. Argumentationsketten auf allen Seiten reichen bis tief in die Nacht. (Ihre Familie schläft bereits).

Wenn wir uns nun anschauen, wie dort diskutiert wird und aus welchen Motiven heraus gehandelt wird, würde ein Fremder sicher oft die Fragen stellen, worum geht es hier eigentlich?

Ist das eine Castingshow? – Wer hat die beste Idee

Arbeiten die alle in der gleichen Firma?

Wollen die das gleiche?

Oder vielmehr, was wollen die überhaupt?

Da dies in Ihren Meetings sicher nicht der Fall ist, sollten Sie den Beitrag trotzdem bis zum Ende lesen, da Sie mit Sicherheit jemanden kennen, für den das wichtig sein könnte.

Wie sieht also die Veränderung in der Kommunikation aus?

Wie wäre es, wenn Sie derjenige sind, der den Überblick behält und aufmerksam zuhört, ob die angebotenen Ideen der Kollegen vielleicht doch überzeugend sind und den zusammenfassenden Part übernehmen. Das würde Kompetenz ausstrahlen und Zeit sparen.

Natürlich könnten Sie auch Ihre Idee mit einbringen, wenn diese dem Unternehmen den deutlichen Mehrwert bietet.

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